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Hunsrücker Platt

Buch- und Digitalprojekt
Laufzeit: 2014 bis (voraussichtlich) 2017
Leitung: Dr. Georg Drenda

Der Hunsrück ist sprachlich eine stark differenzierte Landschaft. Das hängt zum einen damit zusammen, dass durch den Südosten des Gebietes die markante Grenze zwischen dem rheinfränkischen und moselfränkischen Dialektverband verläuft. Diese trennt die Dialekte, die das, uns und du haben, von jenen, in denen dat, us und dau gilt. Zum anderen sind die Binnendifferenzen innerhalb des Moselfränkischen, an dem der Hunsrück den größeren Anteil hat, sehr ausgeprägt. Die frühere politisch-konfessionelle Zersplitterung der Region mit den Hauptdeterminanten Kurtrier und Kurpfalz/Pfalz-Zweibrücken zeigt bis in die Gegenwart hinein sprachliche Reflexe.

Innerhalb des Hunsrücker Moselfränkischen lassen sich auf Grund sprachlicher Befunde drei Dialekträume festlegen: 1. Nordhunsrück (Koblenzer Raum), 2. Westhunsrück (Trierer Raum) und 3. Zentralhunsrück. Das Platt des Nordhunsrücks hat Anteil an dem sich jenseits der Mosel anschließenden Osteifler Dialektraum. Der Westhunsrück hat Gemeinsamkeiten mit der Südwesteifler Sprache und der des Saargaus.

Das Werk Hunsrücker Platt wird die Dialekte der Region vor allem in ihrer sprachgeographischen Dimension darstellen. Dabei werden die herausragenden Dialektmerkmale aus dem Bereich der Laute (Vokalismus, Konsonantismus) sowie der Morphologie und Wortbildung behandelt. Auch der Wortschatz einschließlich französischer und jiddischer Einflüsse wird ausreichend berücksichtigt.

Kontakt und weitere Informationen: drenda@uni-mainz.de