Projekt "Mainzer Inschriften. Teil 1: Die Inschriften des Domes und des Dom- und Diözesanmuseums": Neue Wege der Epigraphik
Das Projekt hat zum Ziel, die Inschriften neu zu bearbeiten und für eine breite Öffentlichkeit zu präsentieren. Dabei haben sich die Akademie der Wissenschaften und der Literatur, das IGL und das Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik der Fachhochschule Mainz (i3Mainz) zu einer Kooperation zusammengefunden.
Das Institut für Geschichtliche Landeskunde und die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur machen für ihr Projekt "Mainzer Inschriften" von modernster Technik Gebrauch. Das i3Mainz, das Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik der Fachhochschule Mainz, konnte als Kooperationspartner gewonnen werden. Im Mainzer Dom hat das Institut inzwischen seine Arbeit aufgenommen (vgl. auch den Bericht der "Allgemeinen Zeitung"). Mittels eines 3D-Scanners werden der Dom und seine Inschriften aufgenommen; diese Bilder wiederum können später so überarbeitet werden, dass ein virtueller Rundgang durch den Dom möglich wird.
Die traditionelle Epigraphik, die Transkription der Inschriften und ihre textkritische Bearbeitung, kann so um eine innovative Komponente ergänzt werden. Neben der Online-Veröffentlichung und der Edition von Broschüren, wie sie schon das Vorläufer-Projekt "Inschriften Mittelrhein-Hunsrück" geleistet hat, werden die Inschriften im "virtuellen Dom" auf ganz andere Weise erfahrbar. Auch wichtige Zusatzinformation können bei dieser neuartigen Präsentation direkt mitgeliefert werden.
Das Bistum Mainz unterstützt diese Arbeit auch finanziell. Die Arbeiten werden von Dr. Hans-Jürgen Kotzur, dem Direktor des Dom- und Diözesanmuseums, unterstützt. Dr. Kotzur plant für das Willigis-Jubiläumsjahr 2011 eine Ausstellung mit dem Titel "Der verschwundene Dom". Die Ausstellung kann vom jetzt begonnenen Inschriftenprojekt erheblich profitieren. Darüber hinaus wird durch das Projekt ein ganz neues Publikum für die Inschriften, und nicht nur die Inschriften des Mainzer Domes, angesprochen, das allein durch die traditionellen Präsentationsformen nicht erreicht würde.
06.08.2009 | Zurück zum Überblick



