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Geschichte mal ganz anders: Theaterstück zur Mainzer Republik

Schauspieler Tino Leo mit Institut Français-Direktorin Aline Oswald und IGL-Geschäftsführer Dr. Kai-Michael Sprenger Foto: IGL


Er nennt sich Histotainmenter, der Mainzer Auftragsautor und Schauspieler Tino Leo, der mit seinen Ein-Personen-Theaterstücken historische Themen unterhaltsam vermittelt. Histotainment eben. Damit bespielt Tino Leo eine ganz neue Nische im deutschsprachigen Raum und begeistert im Sinne von Public History vor allem junge Menschen für Geschichte.

Im Rahmen der Französischen Woche des Institut Français wagte sich nun der Schauspieler auf Initiative des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz (IGL) mit seinem neuen Stück "Die Mainzer Republik - Frei leben oder sterben" an ein wichtiges Kapitel deutscher Demokratiegeschichte: Dabei schlüpfte er in zehn verschiedene Rollen, u.a. in die Rolle von Georg Forster, Adam Lux oder Friedrich Lehne und nahm das Publikum mit auf eine Zeitreise zu Jakobinern, Franzosen und Geistlichen. Ohne Schwierigkeiten schaltete er in Sekundenschnelle vom zahnlosen Erzbischof um zum rhoihessisch parlierenden Passanten und hauchte somit jeder Rolle überzeugend und nachvollziehbar Leben ein.

Das Stück erzählt von der spannenden und wechselhaften Geschichte der ersten demokratischen Gehversuche auf deutschen Boden in den Jahren 1792 und 1793. Auch wenn das neunmonatige Experiment am Ende scheiterte, so politisierte die "Mainzer Republik" jedoch die Bevölkerung spürbar und ebnete den Weg für das Hambacher Fest 1832 oder die Revolution von 1848/49. Mit Blick auf diese Zeit sagte Goethe: „Von hier geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus...“

Im Anschluss an das 45-Minuten lange Stück moderierte Dr. Kai-Michael Sprenger, Geschäftsführer des Instituts für Geschichtliche Landeskunde, eine lebhafte Diskussion über die Bedeutung der Mainzer Republik sowie über das Potenzial und die Herangehensweise bei dieser besonderen Art der Geschichtsvermittlung durch Tino Leo.

Am 10. Dezember findet um 19.30 Uhr eine Zusatzveranstaltung (2G) mit Publikumsgespräch im Landesmuseum Mainz statt.

Anmeldung unter igl{at}uni-mainz.de unter Angabe aller Kontaktdaten.

Veranstaltungsort: Steinhalle/Interimsplenarsaal des Landesmuseums Mainz, Große Bleiche 49-51, 55116 Mainz

Karten: 10,-€ (erm. 7,-€ für Studierende, Schüler*innen, Erwerbslose).

Weitere inhaltliche Informationen zum Stück auf der Website von Tino Leo tinoleo.jimdofree.com

Veranstaltende: Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. (IGL), Landeszentrale für politische Bildung RLP, Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz (HdE) Mainz sowie Tino Leo

24.11.2021 | Zurück zum Überblick