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Der Atlas der Weinkultur in Rheinland-Pfalz wurde veröffentlicht und kann unter folgendem Link aufgerufen werden: www.atlas-der-weinkultur-rlp.de. Ab April 2022 öffnet das Deutsche Weinbaumuseum in Oppenheim nach der Winterpause. Dort können Sie das Projekt bei einem Besuch auch als interaktive Medienstation erleben.

Digitaler Atlas der Weinkultur in Rheinland-Pfalz

Leitung: Simeon Guthier, M.A.

Weinbau und Weinkultur sind zentrale Bausteine der rheinland-pfälzischen Identität: Über 65% der deutschen Weine stammen heute aus unserem Bundesland, etwa 40% aller rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsbetriebe praktizieren Weinbau. Seit der Antike hat der Weinbau in unserer Region die Wirtschaft und den Handel maßgeblich geprägt und in Kultur, Sprache und Politik vielfältige Spuren hinterlassen. Er gehört bis heute zu den Motoren der Wirtschaft und des Tourismus in Rheinland-Pfalz.

Was ist das Ziel des Projekts? Die verschiedenen Weinanbaugebiete in Rheinland-Pfalz sind Weinkulturlandschaften. Sie erreichen diesen Status durch die Verknüpfung von Weinkonsum und Weintourismus, wodurch die jeweilige Landschaft zur Marke wird. Kultur und Geschichte der einzelnen Region tragen auf diese Weise maßgeblich zur Vermarktung der dort angebauten Weine bei. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der hiesigen Weine herauszustellen, kann die qualitative Wahrnehmung der einzelnen Anbaugebiete positiv beeinflussen. Die Stärkung des Bewusstseins um die kulturelle Tradition trägt zudem bundesweit und international zur eigenen Positionierung bei. Die zahlreichen Themen, von archäologischen Funden über sprachwissenschaftliche oder gesellschaftliche Aspekte bis hin zur Maschinisierung des Weinbergs, sind für sich genommen oft bereits wissenschaftlich erforscht. Eine Vermittlung dieser Forschungsergebnisse an die Öffentlichkeit steht jedoch vielfach noch aus.

Zielgruppe und Einsatzmöglichkeiten: Zur Stärkung dieses Bewusstseins wurde ein „Digitaler Atlas der Weinkultur in Rheinland-Pfalz“ geschaffen. Das Vermittlungsangebot richtet sich identitätsstiftend an die heimische Öffentlichkeit und an Menschen mit touristischem Interesse an den Weinbauregionen. Der Atlas macht als Online-Projekt die vielfältige Geschichte und Kultur des Weinbaus unseres Landes zugänglich und lädt zur näheren Beschäftigung mit dem Thema ein. Im musealen Einsatz vor Ort werden die didaktisch angepassten Inhalte zu einem medialen Blickfang und Interaktiven Erlebnis für die Besucher. Der Atlas wird im Weinbaumuseum als großformatige, interaktive Projektionsfläche präsentiert. Eine solche Installation wird als Publikumsmagnet und für einführende Inhalte genutzt. Gleichzeitig bietet er aber auch die Möglichkeit, auf geringem Raum weiterführende Vertiefungsebenen bereitzustellen. Das System kann zukünftig um weitere Themen, Sonderausstellungen oder saisonale Inhalte erweitert werden.

Warum ein Atlas? Der Einstieg in die unterschiedlichen Themenbereiche geschieht über weinkulturelle Bezugspunkte aus dem ganzen Land, die Interesse schüren und Vertrautheit wecken. Hierzu zählen beispielsweise Kulturdenkmäler wie das Deutsche Weintor, die Liebfrauenkirche in Worms (Liebfrauenmilch), der Herrenhof in Mußbach (ältestes Weingut, 7. Jh.), archäologische Funde aus der Römerzeit, geologische Besonderheiten wie das Forster Ungeheuer, die Moselschleife bei Kröv oder das einzigartige Terroir sowie kulturelle Besonderheiten wie Weinköniginnen und Weinfeste bis hin zu Kuriositäten wie dem Speyerer Domnapf oder dem Dürkheimer Riesenfass. Die reiche Weinkultur unseres Landes bietet viele solcher „Leuchttürme“, mit denen sich die facettenreiche Weintradition ansprechend und bürgernah vermitteln lässt.

Darüber hinaus finden zahlreiche soziale und kulturelle Aspekte wie Dialekte, Winzersprache, Wein- und Flurnamen sowie historische Besonderheiten Berücksichtigung. Diese Merkmale bilden in ihrem Zusammenspiel die spannende Geschichte und auch Identität des Landes Rheinland-Pfalz.

Flyer

Den Flyer zum Digitalen Atlas der Weinkultur in Rheinland-Pfalz finden Sie hier.  

Förderer und Träger

Gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Zusätzlich gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz (MWVLW).

Der Deutsche Verband für Archäologie e.V. (DVA) ist Träger des Förderprogramms.

Für diese Förderungen möchten wir uns im Namen aller Beteiligten herzlich bedanken. Die Veröffentlichung des Atlas erfolgte am 23. Dezember 2021.

Träger des Projekts ist das Deutsche Weinbaumuseum in Oppenheim, mit dem das IGL bereits bei vergangenen Projekten eng kooperiert hat.

Gefördert durch:

aufgrund eines Beschlusses
des Deutschen Bundestages

 

 

Gefördert durch:

Das Soforthilfeprogramm wird durchgeführt von:

Projektträger

Projektleitung