Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V.

Liebe Mitglieder, Freund*innen und Förder*innen des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V.,

trotz angespannter politischer Lage durch den Ukrainekrieg geht hier das Leben weiter. Dennoch ist nicht nur für die Menschen in der Ukraine, sondern auch für uns die Zukunft aktuell ungewisser denn je. Wir versuchen, zuversichtlich zu bleiben! Und freuen uns trotz aller Wirren gleichzeitig, dass viele Veranstaltungen nach zweijähriger coronabedingter Pause wieder in Präsenz stattfinden können. So starten wir beispielsweise im Mai mit unserer Vortragsreihe zum spannenden Thema „Fake News in der Landesgeschichte in Rheinland-Pfalz“, beteiligen uns am Rheinland-Pfalz Tag in Mainz mit mehreren Ausstellungen oder können beim Römertag in Bingen erstmals den Film „Römer in Rheinhessen“ präsentieren.

Über weitere Aktivitäten des Instituts für Geschichtliche Landesgeschichte informiert Sie dieser April-Newsletter. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre und für die kommenden Tage ein friedliches und frohes Osterfest!

Herzlichst, Ihr Team vom IGL

 

 


Buchvorstellung „Schreie auf Papier“

 

Am 26. April ab 18 Uhr findet in Kooperation mit der Stiftung Haus des Erinnerns - für Demokratie und Akzeptanz Mainz die Buchvorstellung „‘Schreie auf Papier.‘ Die Briefe von Heinrich und Selma Wolff aus Mainz an ihre Söhne Herbert und Helmut in New York 1937-1941“ in den Mainzer Kammerspielen statt.

Die nahezu komplett erhaltene Korrespondenz dokumentiert den Niedergang einer rheinhessischen jüdischen Familie bis hin zur Deportation und Ermordung. Dieses Konvolut aus 190 Briefen und Postkarten, die Selma und Heinrich Wolff aus Nackenheim ihren Kindern in den USA schickten, stellt ein seltenes Zeitdokument dar, das authentische Einblicke in die letzten Lebensjahre einer jüdischen Familie im Holocaust gewährt. Mit der vorliegenden IGL-Publikation wird dieser Briefwechsel erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Vorgestellt wird diese u.a. von IGL-Direktor Prof. Dr. Michael Matheus, Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, der Mainzer Kulturdezernentin Marianne Grosse, dem ZDF-Chefredakteur Dr. Peter Frey sowie den Autor*innen. Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Zur Anmeldung bis zum 19. April geht es hier.  

 

Digitaler Weinatlas als Medienstation

 

Der digitale Atlas der Weinkultur ist seit April im Deutschen Weinbaumuseum in Oppenheim als großformatige Installation zu sehen. Dort gestaltet sich dieses interaktive Erlebnis seit Wiedereröffnung des Museums als medialer Blickfang für alle Besucherinnen und Besucher. Unter der Projektleitung von IGL-Mitarbeiter Simeon Guthier wurde der Digitale Atlas der Weinkultur in Rheinland-Pfalz als digitales und physisches Vermittlungsangebot erarbeitet, das die vielfältige Geschichte und Kultur des Weinbaus in unserem Bundesland zugänglich macht.

Am 23. April um 15 Uhr wird der Digitale Atlas der Weinkultur im Deutschen Weinbaumuseum in Oppenheim offiziell vorgestellt. Ebenso können Sie ihn aber auch schon bequem von zu Hause via Computer, Tablet oder Smartphone unter www.atlas-der-weinkultur-rlp.de erkunden.

 


Ausstellung zur Demokratiegeschichte

 

Die Ausstellung „Auf dem Weg zur modernen Demokratie. Die deutschen Freiheitsbewegungen von der Französischen Revolution bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts“ wird am Dienstag, 26. April 2022 um 11.00 Uhr in Mainz im Foyer des Abgeordnetenhauses des rheinland-pfälzischen Landtags eröffnet. Die Wanderausstellung nimmt mit auf eine Reise in die Frühzeit der Demokratie.

Auf insgesamt 16 Tafeln werden nicht nur wichtige Leuchttürme der Demokratiegeschichte wie die Französische Revolution 1789 und das Hambacher Fest 1832 vorgestellt, sondern auch weniger bekannte Kapitel, wie die frühen Republiken der 1790er Jahre und die ersten Vorläufer politischer Parteien. Die Ausstellung lässt die Entwicklungen dieser Zeit aus einem politischen, gesellschaftlichen und sozialen Blickwinkel Revue passieren.

Thematisiert werden auch die Widersprüchlichkeiten in dieser frühen Demokratiegeschichte, die sich teils deutlich von unserem heutigen demokratischen Wertesystem unterschieden. Mehr zur Ausstellung erfahren Sie im Flyer der GEDG (Gesellschaft zur Erforschung der Demokratiegeschichte e.V.). 

 


Ausstellung 1.700 Jahre jüdisches Leben

 

Die IGL-Ausstellung im Rahmen des Festjahrs „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ unter Berücksichtigung des reichen jüdischen Erbes in Rheinland-Pfalz stößt allenthalben auf große Resonanz und wird deshalb derzeit an drei Standorten gleichzeitig gezeigt.

Besonders erfreulich ist, dass jeweils an den Ausstellungsorten auch der lokale Bezug hergestellt wird. In Hachenburg wurde eigens eine eigene Ausstellung und eine Broschüre zur jüdischen Geschichte in Hachenburg erstellt. In der ehemaligen Synagoge in Schweich (siehe Foto), wo die Ausstellung am 11. April von IGL-Geschäftsführer Dr. Kai-Michael Sprenger und Projektleiter Dr. Ulrich Hausmann feierlich eröffnet wurde, gab es bereits eine Dauerausstellung zur jüdischen Geschichte der Stadt Schweich. Diese ist auf der Empore der Synagoge zu sehen.

Im Landesbibliothekszentrum in Speyer wurde begleitend zur IGL-Ausstellung ein Vortrag zur 900-jährigen Geschichte der Juden in Speyer angeboten. Wegen der großen Nachfrage wird der Vortrag von Roland Paul, ehemaliger Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, am Mittwoch, den 27. April um 19 Uhr wiederholt. Zur Anmeldung in Speyer geht es hier.

 


Fake News in der Landesgeschichte

 

Die diesjährige IGL-Vortragsreihe startet am 3. Mai in Präsenz im Haus am Dom in Mainz. Sie widmet sich dem spannenden Thema Fake News in der Landesgeschichte von Rheinland-Pfalz.

Allenthalben werden wir im Alltag durch ein kaum zu überblickendes Angebot unterschiedlichster Medien immer wieder auch mit so genannten Fake News konfrontiert, und es wird zunehmend schwieriger, Wahres von Falschem und Wichtiges von Unwichtigem nachvollziehbar zu unterscheiden. Das Problem ist dabei keineswegs nur eine Erfahrung unserer Tage. Auch in der Geschichte spielten gezielt konstruierte und gestreute Informationen eine wichtige Rolle. Die Quellenkritik gehört daher nicht ohne Grund zu den originären Aufgaben der Geschichtswissenschaft.

Damals wie heute können gerade diese mehr oder weniger auf Tatsachen beruhenden Informationen und konstruierten Geschichten indes eine erhebliche Wirkung erzielen und somit Fakten ganz eigener Art schaffen.

Alle Termine und Vortragstitel finden Sie in unserem Flyer. Die Vorträge werden mit Ausnahme des Vortrags vom 24. Mai aufgezeichnet und sind im You Tube-Kanal des IGL abrufbar. 

 


15. Römertag in Bingen

 

Der 15. Römertag findet in diesem Jahr am 8. Mai in Bingen statt. Wie jedes Jahr haben verschiedene Initiativen, Vereine und Museen in Rheinhessen an diesem Tag ein besonderes Programm zum römischen Erbe der Region zusammengestellt.

Der Ort für die Auftaktveranstaltung am 7. Mai ist das KinoKultur (KiKuBi) in Bingen. Dort wird um 11 Uhr der Film „Römer in Rheinhessen“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und das LEADER-Projekt vorgestellt, in dessen Rahmen der Film entstanden ist.

Das IGL wird bei der Auftaktveranstaltung wieder mit dem Geschichtsmobil vor Ort sein. Am 8. Mai wird sich der Römertag ab 11 Uhr an unterschiedlichen Orten zwischen Alzey und Bingen mit verschiedenen Einzelveranstaltungen abspielen. Weitere Informationen zum Römertag finden Sie hier im Flyer.

 

 


Rheinland-Pfalz-Tag in Mainz

 

Vom 20.-22. Mai findet in diesem Jahr der Rheinland-Pfalz-Tag in Mainz statt. Anlass für die Ortswahl ist das 75. Jubiläum unseres Bundeslandes. Das IGL wird in an einem Stand vor dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit die für das Landesjubiläum konzipierte digitale Ausstellung zeigen. 75 Objekte aus den Jahren 1947–2022 zeichnen ein facettenreiches Panorama aus 75 Jahren Geschichte von Rheinland-Pfalz.

Mit den Geschichten hinter den Objekten geraten politische, wirtschaftliche, kulturelle oder gesellschaftliche Ereignisse wie auch Individuell-Anekdotisches gleichermaßen in den Blick. Begleitend zur virtuellen Ausstellung wird im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit eine Roll-Up-Ausstellung zum Thema gezeigt. 

Des Weiteren ist das IGL beim Rheinland-Pfalz-Tag mit weiteren Ausstellungen präsent. Unter anderem wird die Ausstellung „1.700 Jahre jüdisches Leben in Rheinland-Pfalz“ in Mainz im Haus am Dom in Kooperation mit dem Erbacher Hof / Akademie des Bistums Mainz präsentiert. Der offiziellen Eröffnung am Samstag, 21. Mai um 19 Uhr folgt ein Konzert mit der israelischen Sopranistin und Anni-Eisler-Lehmann-Stipendiatin Shai Terry und dem Pianisten Adi Bar Soria. Anmeldungen bitte über den Erbacher Hof.   

 


Immer gut informiert auf Twitter und Facebook

 

Das IGL informiert erfolgreich über die Social Media Kanäle Twitter und Facebook. Mittlerweile zählen wir schon 550 Follower:innen auf Twitter. Erfahren Sie jeden Tag Neuigkeiten aus unseren Projekten unter #MundartMontag, #DemokratiegeschichteDienstag und #WeingeschichteWednesday.  

 


Dauerausstellung Hambacher Schloss

 

„Hinauf, Patrioten zum Schloss, zum Schloss!" – Dem Ruf zum Hambacher Fest am 27. Mai 1832 folgten damals rund 30.000 Menschen, um auf dem Hambacher Schloss für Freiheit und ein vereintes, demokratisches Deutschland und europäische Freundschaft zu demonstrieren.

Bereits seit 2020 arbeitet unsere Mitarbeiterin Sarah Traub gemeinsam mit dem Museumsgestaltern schwarz-düser • düser und der Stiftung Hambacher Schloss an einem Konzept für die inhaltliche Aktualisierung und Überarbeitung der Dauerausstellung auf dem Hambacher Schloss. Diese wird im Mai 2022 rechtzeitig zum 190. Festjubiläum eröffnet. Langsam nimmt die Gestaltung konkretere Formen an. Aktuelle Informationen finden Sie hier.

 


 Wanderausstellung „75 Jahre Medienland - Media made in RLP“

 

Rheinland-Pfalz und insbesondere die Landeshauptstadt Mainz gehören zu den führenden Medienstandorten in Deutschland – und das bereits seit vielen Jahrzehnten. Traditionsreiche Medienunternehmen prägten hier nicht nur die Anfangsjahre der bundesrepublikanischen Medienlandschaft. Bis heute bietet die rheinland-pfälzischen Medienwelt wichtige Impulse und spannende Innovationen.

Unter anderem werden mit FUNK und den Mediatheken von ZDF und ARD die wesentlichen öffentlich-rechtlichen Onlineformate in Mainz entwickelt. Die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz veranstaltet anlässlich des 75-jährigen Geburtstags des Landes eine Wanderausstellung „75 Jahre Medienland - Media made in RLP“. Neben historischen Aspekten der Medienentwicklung werden auch aktuelle sowie zukünftige Perspektiven abgebildet. Das IGL zeichnet als Kooperationspartner für die inhaltliche Entwicklung der Ausstellung mit verantwortlich. Die Ausstellung wird vom 7. Juni bis 2. Juli im LULU (ehemals Karstadt-Gebäude) in Mainz zu sehen sein. Weitere Standorte entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

 


Bildrechte

 

Bild 01: Eastereggs, Pixabay

Bild 02: Nünnerich-Asmus-Verlag, Oppenheim, 2021

Bild 03: IGL, Simeon Guthier

Bild 04: gallica.bnf.fr/BnF

Bild 05: IGL, Anke Sprenger

Bild 06: IGL, Rudolf Steffens

Bild 07: Arbeitskreis Römerroute

Bild 08: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz

Bild 09: Twitter

Bild 10: Stiftung Hambacher Schloss

Bild 11: ZDF, Wikipedia commons

 


Terminkalender

Weitere Hinweise zu Vorträgen und Veranstaltungen finden Sie in unserem stetig aktualisierten Terminkalender.


Impressum

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