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Mainzer Beiträge zur Demokratiegeschichte

In der Publikationsreihe "Mainzer Beiträge zur Demokratiegeschichte" erscheint im Juni 2019 der erste Band: "Die Mainzer Republik und ihre Bedeutung für die parlamentarische Demokratie in Deutschland".
Am 18. Juni wird die Publikation der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Einladungsschreiben finden Sie hier.

 

 

 

 

Die Mainzer Republik und ihre Bedeutung für die parlamentarische Demokratie in Deutschland (Beiträge zur Demokratiegeschichte 1)

Hans Berkessel, Michael Matheus, Kai-Michael Sprenger (Hrsgg.): Die Mainzer Republik und ihre Bedeutung für die parlamentarische Demokratie in Deutschland (Mainzer Beiträge zur Demokratiegeschichte 1), 240 Seiten, 50 Abbildungen, geb. ISBN 987-3-96176-072-5, 29,00 Euro. (Erhältlich ab Juni 2019)

Am 23. Oktober 1792 kamen im Mainzer Schloss die „Freiheitsfreunde“ zu ihrer ersten Sitzung zusammen, um einen „Jakobinerclub“ zu gründen. Sie nannten ihn „Gesellschaft der Freunde der Freiheit und Gleichheit“ und tagten im Kurfürstlichen Schloss. Es war der Beginn einer kurzen, aber bewegten neuen Zeit, die nach der Proklamation der Menschen- und Bürgerrechte mit der Ausrufung der Mainzer Republik am 18. März 1793 vom Balkon des Deutschhauses, dem heutigen Sitz des Landtags, ihren vorläufigen Höhepunkt fand.

Was aber war diese Mainzer Republik? „Eine der Keimzellen der demokratischen Entwicklung in Deutschland?“ (Landtagspräsident Christoph Grimm); „Ein französischer Revolutionsexport und zugleich ein deutscher Demokratieversuch“? (so der Historiker Franz Dumont); war sie ausschließlich „ein ungeliebtes Besatzungskind“, gezeugt durch Gewalt und Zwang – wie manche noch immer meinen? oder doch – so der ZEIT-Autor Andreas Molitor – „Die erste Demokratie auf deutschem Boden.“ Oder war sie, wie der ehemalige Bundestagspräsident Lammert 2013 bei der Umbenennung des Deutschhaus-Platzes in „Platz der Mainzer Republik“ sagte, „ein radikal-demokratischer Versuch, in Mainz eine Republik zu gründen?“.
Obwohl die Mainzer Republik nur neun Monate bestand, gilt sie als Wurzel der Demokratie in Deutschland, basierte sie doch auf dem ersten, nach demokratischen Grundsätzen zu Stande gekommenen Parlament der Deutschen Geschichte. Erstmals gesammelt in einem Band finden sich die neusten Erkenntnisse zu den Entstehungshintergründen der Mainzer Republik sowie zu Georg Forsters entscheidender Rolle dabei. Die Einflüsse der Französischen Revolution sowie deren Auswirkungen auf Mainz und Europa im Besonderen werden dargelegt. Wie stark die Auswirkungen dieser Zeit heute noch für die staatlich-parlamentarische Entwicklung Deutschlands sind, zeigt der Band in zahlreichen Aufsätzen. Er vereint damit in hervorragender Weise die Bilanz der bisherigen Forschungsergebnisse und verweist zugleich auf neue Perspektiven der Betrachtung.

An der Entstehung und Durchführung der Tagung zu Feier des 225. Jahrestages der Mainzer Republik arbeitete das Institut für Geshcihctliche Landeskunde an der Unviersität Mainz e.V. gemeinsam mit dem Landtag Rheinland-Pfalz und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Der erste Band der Reihe fasst die wichtigsten Vorträge und Disskussionen zusammen.

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