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Völkermühle Europas

Hrsg. von Michael Matheus (Mainzer Vorträge 20). Stuttgart: Franz Steiner-Verlag 2018, 165 Seiten, kart., 40,- € (ISBN 978-3-515-11943-6).
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Der in Nackenheim (Rheinhessen) geborene Schriftsteller Carl Zuckmayer prägte in seinem Werk „Des Teufels General“ die Metapher von der Völkermühle Europas. Die General Harras, der Hauptfigur in diesem Stück, in den Mund gelegten Äußerungen rufen jene Personen, Gruppen und Völker in Erinnerung, welche entlang der Flussachsen von Rhein und Mosel im Laufe der Jahrhunderte siedelten und die dortige Kultur mit prägten: römische Soldaten und Händler, fränkische Adelige, jüdische Gelehrte, italienische Pomeranzenhändler und Künstler, französische Offiziere und Architekten, italienische Pizzabäcker, türkische und portugiesische Fabrikarbeiter und Gemüsehändler, polnische Erntearbeiter. Zuckmayers Metapher suggeriert eine besondere Intensität von Migrationen im rheinisch-moselländischen Raum, welche durch unterschiedliche kriegerische, religiöse, politische, soziale und wirtschaftliche Faktoren ausgelöst wurden und werden. In diesem Band geht es nicht nur um Migrationsabläufe und die mit ihnen einhergehenden kulturellen Prägeprozesse, sondern auch um Deutungsprozesse, zeitgenössische Interpretationen und ethnische Zuschreibungen ebenso wie später geschaffene Konstrukte.

 

 

Inhalt:

  • Einführung: Völkermühle Europas. Migrationen an Rhein und Mosel
  • Marietta Horster, Arno Braun: Romanen, Franken, Alemannen und... wer blieb und wer kam in der Völkerwanderung in unser Land hinzu?
  • Mathias Schmandt: Jüdische Migration in den mittelalterlichen Rheinlanden. Wege, Motive, Schicksale
  • Gunther Nickel: arl Zuckmayer und die "Völkermühle Europas"
  • Christian Reves: Europäischer Binnenmarkt in der Frühen Neuzeit. Netzwerke Italienischer Händler zwischen Rhein, Main und Mosel
  • Ute Engelen: Zuwanderung nach Rheinland- Pfalz. Die Beispiele Ludwigshafen/ BASF und Mainz/ Jenaer Glaswerk Schott 1959-1980

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